Das Gesundheitszeugnis – für Verkostungen

Hauptsache gesund: Für fast alle Jobs, bei denen du direkt mit Lebensmitteln in Berührung kommst, brauchst du gemäß §43 des deutschen Infektionsschutzgesetzes eine Erstbelehrung, umgangssprachlich immer noch Gesundheitszeugnis genannt. Dieses Dokument muss schon bei Arbeitsbeginn vorliegen.

Wo du das Gesundheitszeugnis bekommst

Um ein Gesundheitszeugnis zu erhalten, wende dich am besten an das Gesundheitsamt deiner Stadt oder Gemeinde. Lass Dir dort einfach einen Termin geben – Wartezeiten von zwei bis drei Wochen sind allerdings keine Seltenheit.

Als praktische Alternative zum Behördengang kannst du im Raum Hamburg das Gesundheitszeugnis bei den Ärzten von gesundheitszeugnis.de erhalten, eine Anmeldung ist hier nicht erforderlich.

Die Belehrung hat die Untersuchungen ersetzt

Früher waren die Untersuchungen für Gesundheitszeugnisse relativ umfangreich. Das hat sich geändert: Seit 2001 erfolgt nur noch eine mündliche Belehrung durch die Mitarbeiter des Gesundheitsamtes oder einen vom Amt beauftragten Arzt nach § 43 des Infektionsschutzgesetz. Zudem musst du versichern, dass Dir selbst gegenwärtig keine gesundheitlichen Gründe für ein Tätigkeitsverbot bekannt sind. Tests von Blut, Urin und Stuhl führt das Amt heute nicht mehr durch.

Wenn du die amtliche Belehrung überstanden hast, bekommst du das endgültige Gesundheitszeugnis direkt mit auf den Weg sofern du die Gebühr von rund 27,00 Euro bezahlt hast – von Amt zu Amt können die Kosten geringfügig variieren.

Alle zwei Jahre wieder – die Folgebelehrung

Alle zwei Jahre muss die Belehrung an dich dann wiederholt werden, daher der Name Folgebelehrung. Diese darf dann vom Arbeitgeber selbst oder einem Beauftragten durchführt und dokumentiert werden. Im norddeutschen Raum wird dieser Service auch von folgebelehrung.de für 15,00 Euro angeboten.

Gesundheitszeugnisse, die vor dem Jahr 2001 ausgestellt worden sind, behalten weiterhin ihre Gültigkeit, auch hier muss aber alle zwei Jahre die Folgebelehrung erfolgen.

Zu weiteren Fragen oder Informationen steht dir das für dich zuständige Amt für Gesundheit sicher gern zur Verfügung.

Weitere Infos

Infektionsschutzgesetz
Gesundheitszeugnis, Wikipedia