Die Krankenversicherung

Als selbstständiger Promoter bist du nicht in der gesetzlichen Krankenversicherung pflichtversichert. Seit 2007 besteht jedoch Versicherungspflicht. Als Selbstständiger musst du daher zwischen einer privaten und einer freiwillig gesetzlichen Versicherung wählen.

Die gesetzliche Krankenversicherung (GKV)

In der gesetzlichen Krankenversicherung erhältst du als selbstständiger Promoter dieselben Leistungen wie als Pflichtversicherter und musst einen einkommensabhängigen Beitrag zahlen. Seit 2009 gibt es einen allgemeinen Beitragssatz. Er beträgt 14,6 Prozent (Stand 2021) und kann nur durch gesetzliche Änderungen gesteigert werden, denn seit 2009 werden die Beiträge nicht mehr direkt an den Versicherer gezahlt, sondern an den Gesundheitsfond. Die Versicherungen haben aber die Möglichkeit, einen Zusatzbeitrag zu erheben.

Selbstständige und Freiberufler, die auf ein Krankentagegeld verzichten, erhalten einen ermäßigten Beitragssatz von 14,0 Prozent. Das ist aber nicht zu empfehlen.

Ehe- bzw. Lebenspartner sowie Kinder bis zum 25. Lebensjahr können beim Versicherten kostenlos mitversichert werden, wenn das Gesamteinkommen des mitversicherten Kindes oder Partners bei einem sozialversicherungspflichtigen Job nicht höher als 553,33 Euro ist (Stand 2021 und 2022). Für selbstständige Studenten gibt es außerdem günstige Studenten-Tarife.

Die private Krankenversicherung (PKV)

Bei einer privaten Krankenversicherung zahlst du einen festen, einkommensunabhängigen Beitrag. Hier gilt das Individualprinzip, d. h. dass jedes Mitglied durch seine Beiträge Alterungsrückstellungen bildet und damit die gestiegenen Kosten für die Gesundheitsversorgung im Alter deckt. Die Prämien, die du deiner PKV zahlst, bemessen sich nach Alter, Gesundheitszustand und -risiko sowie den vereinbarten Leistungen.

Mit einer privaten Krankenversicherung kannst du dir Leistungen sichern, die deutlich über denen der gesetzlichen Kassen liegen. Vielfach werden privat Versicherte außerdem bevorzugt behandelt. Wer über einen längeren Zeitraum die PKV nicht in Anspruch genommen hat, kann je nach Vertrag Beiträge zurückbezahlt bekommen. Grundsätzlich gilt bei der PKV: Extraleistungen werden in die Prämien mit eingerechnet und können diese beträchtlich erhöhen. Der Vorteil liegt aber auf der Hand: Leistungen können individuell abgestimmt werden. Im Alter steigen die Beiträge in der Regel, da Zuschläge verlangt werden.

Die Entscheidung für eine PKV ist oft eine Entscheidung auf Lebenszeit, da eine Rückkehr in die gesetzliche Krankenversicherung selten möglich ist. du solltest also für dich die Vor- und Nachteile von PKV und GKV genau abwägen. Zudem solltest du bedenken, dass die Beiträge für PK-Versicherte und Neukunden seit 2012 drastisch gestiegen sind und möglicherweise weiter steigen. Dagegen stehen die sinkenden Leistungen der GKV.