BAföG & Selbstständigkeit

Studenten (Singles ohne Kind) dürfen im gesamten Bewilligungszeitraum (BWZ = 12 Monate) bis zu 5.400,00 Euro brutto oder monatlich durchschnittlich bis zu 450,00 Euro anrechnungsfrei dazu verdienen.

Als Auszubildender gilt für dich immer ein Freibetrag von 290,00 Euro/Monat, allerdings werden Werbungskosten-Pauschbetrag und Sozialpauschale von deinem Verdienst abgezogen.

Werbungskosten sind alle Kosten, die du ausgeben musst, um deiner Beschäftigung nachgehen zu können (Bustickets, Benzin, Internet etc). In die Sozialpauschale gehören unter anderem Versicherungsbeiträge.

Praktikanten und Selbstständige sind von dieser Regelung ausgenommen!

Auf BAföG-Beispiele findest du anschauliche Fälle zu diesem Thema.

Noch einmal im Klartext: Real darfst du als Nicht-Selbständiger bis zu 450,00 Euro im Monat anrechnungsfrei hinzuverdienen!

Wenn du einen Ehegatten oder Kinder hast, gelten andere Freibeträge (siehe BAföG-Rechner).

BAföG bei Selbstständigen

Als gewerbetreibender Student entfällt der Werbungskostenpauschbetrag. Nur die Sozialpauschale von 21,3 Prozent wird auf den Freibetrag gerechnet.

Die Rechnung setzt sich folgendermaßen zusammen: Von deinem Gewinn im BWZ ziehst du den Freibetrag von 4.410,00 Euro und 21,3 Prozent Sozialpauschale ab. Das ist dein anzurechnendes Einkommen im Bewilligungszeitraum. Teilst du dies durch zwölf, hast du Dein monatliches Durchschnittseinkommen.

Damit dies gilt, musst du aber hauptberuflich studieren, also eine Arbeitszeit von unter 20 Stunden pro Woche haben!

Um deinen Gewinn zu ermitteln, rechnest du deine Einnahmen pro Jahr minus deine Ausgaben pro Jahr. Was genau du als Ausgaben geltend machen kannst, erfährst du bei deinem zuständigen BAföG-Berater.

Keine Panik bei Überschreitungen der Grenzen!

Egal ob selbstständig oder nicht: Erzielst du in einem Monat ein überdurchschnittlich hohes Einkommen, wird das BAföG nicht sofort gestrichen. Vielmehr solltest du dann dafür sorgen, dass du in den anderen Monaten weniger verdienst, da ja das durchschnittliche Einkommen, aufgerechnet auf das Jahr, berechnet wird.

Sollten diese Grenzen dennoch überschritten werden, musst du mit einer Rückzahlung deines erhaltenen Geldes oder einer BAföG-Kürzung im folgenden Jahr rechnen!

Mehr über das BAföG und alternative Finanzierungsmöglichkeiten findest du auf uni.de. Bei Spezial-Fragen solltest du dich außerdem an dein zuständiges BAföG-Amt wenden. Auch dein Studentenwerk kann dir weiterhelfen.

Weitere Infos

Das neue BAföG
Bundesministerium für Bildung und Forschung