Studienfinanzierung – Jobs, BAföG, Kredite & Co.

Der Traum vom Studentenleben: Du ziehst in eine schöne, zentrale Altbauwohnung, die du nach deinen Vorstellungen einrichten kannst. Endlich kannst du dich jeden Abend mit Freunden in der Kneipe treffen und dir täglich dein Lieblingsessen kochen.

Doch die Realität sieht meist leider ganz anders aus: Gerade, wenn du in einer großen Stadt wie München oder Köln studierst, kannst du froh sein, wenn dein Budget für ein 9-m²-Zimmer mit Dachschräge am Stadtrand reicht, statt Kneipe gibt es Getränke vom Discounter. Wenn der Semesterbeitrag fällig wird, bereitet dir dies schlaflose Nächte und um dir die teure Fachliteratur leisten zu können, hast du deine Ernährung auf Nudeln mit Pesto umgestellt.

Erkennst du dich wieder? Folgende Möglichkeiten rund um deine Studienfinanzierung können deine Situation und dein Studentenleben erheblich entspannen!

Jobs und BAföG – geht das?

Ganz einfache Antwort: Ja! Allerdings gibt es ein paar Dinge zu beachten, damit du nicht am Ende des Jahres von BAföG-Kürzungen oder -Nachzahlungen bei der Krankenkasse überrascht wirst. Wenn du BAföG bekommst, kannst du monatlich bis zu 450 €, bzw. 5400 € pro Jahr dazu verdienen. Falls du einmal mehr verdienen solltest, ist das erstmal kein Drama, allerdings wird dein BAföG dann um den Differenzbetrag gekürzt.

Falls du mehr über diese Verdienstgrenze oder BAföG als Studienfinanzierung im Allgemeinen wissen möchtest, schau dir doch mal die FAQ-Seite auf BAföG.de an.

Wie viele Stunden darf ich als Student arbeiten?

Grundsätzlich darfst du in der Vorlesungszeit 20 und in der vorlesungsfreien Zeit 40 Stunden pro Woche arbeiten.

Verdienstgrenzen gibt es dabei nicht. Wenn du allerdings unter 25 bist, kannst du über die Familienversicherung deiner Eltern versichert bleiben. In diesem Fall darfst du nicht mehr als 455 € pro Monat verdienen.

Falls du über 25 bist bzw. mehr verdienen möchtest, musst du dich selbst als Student versichern. Der Beitrag liegt aktuell bei ca. 100 € pro Monat.

Natürlich gibt es auch beim Thema Krankenversicherung viele Ausnahmen und Sonderfälle, darum kann es sich lohnen, ausführlichere Informationen einzuholen. Im Zweifelsfall kann dir deine Krankenkasse immer weiterhelfen.

Die Jobmöglichkeiten

Jetzt hast du hoffentlich keine offenen Fragen mehr zu den Rahmenbedingungen, und möchtest endlich anfangen, Geld zu verdienen?!

Studierende sind in fast allen Branchen sehr beliebte Arbeitskräfte. Zu Beginn des Studiums arbeiten viele in der Gastronomie oder im Einzelhandel. Fachspezifische Werkstudentenstellen werden meist für Studierende ab dem 3. Semester ausgeschrieben und sind ebenfalls eine gute Möglichkeit der Studienfinanzierung. Hier kannst du dein theoretisches Wissen in der Praxis anwenden und erhältst ein regelmäßiges Einkommen. Allerdings hast du in der Regel eine festgelegte Anzahl an Arbeitsstunden, die du erbringen musst. Das kann schon mal sehr stressig werden. Nicht zuletzt wegen der Flexibilität üben deshalb viele neben dem Studium einen Promotionjob aus.

Der Promotionjob und die Promotionbranche sind sehr vielseitig. So kannst du bspw. als Sales-Promoter im Einzelhandel arbeiten, eine Fotobox betreuen, Verkostungen in Supermärkten durchführen, Sampling-Produkte auf Messen und Festivals verteilen oder auch als VIP-Betreuer auf einem Konzert arbeiten. Der große Vorteil bei einem Promotionjob: Du bist sehr flexibel und es gibt viele Jobs an Wochenenden, sodass trotz Nebenjob dein Studium weiterhin im Vordergrund steht. Auch lernst du viele tolle Menschen kennen, hast jede Menge Abwechslung, entdeckst neue Orte und der Spaß kommt bei der Arbeit selten zu kurz. Als Promoter repräsentierst du eine Marke und dein Auftreten sollte zum Unternehmen passen. Da jedes Unternehmen anders ist, findet sich für fast jeden Typ ein passender Promotionjob.

Das klingt alles schon mal ziemlich gut, oder? Aber wir müssen natürlich auch noch über Geld sprechen. Die Verdienstmöglichkeiten sind genauso vielseitig wie der Job selbst. Zu Beginn kannst du meist mit einem Stundenlohn von 11-15 € rechnen, was sich mit Erfahrung und je nach Position, Anforderung und Arbeitszeit noch steigern lassen kann.

Wie finde ich einen Nebenjob als Promoter?

Im Internet gibt es einige Job-Plattformen, auf denen Promotionjobs ausgeschrieben werden. Ein regelmäßiger Blick auf verschiedene Seiten lohnt sich hierbei, denn die guten und interessanten Jobs sind immer schnell weg.

Auch wir haben für dich nicht nur regelmäßig neue Jobangebote, sondern auch jede Menge Infos rund um die Arbeit als Promoter. Auf Promotionbasis.de kannst du dich kostenlos registrieren und eine SetCard erstellen, mit der du dich schnell und einfach auf einen Promotionjob bewerben kannst.

Weitere Formen der Studienfinanzierung

Neben BAföG und Nebenjobs als Möglichkeit sein Studium zu finanzieren kannst du dich auch für ein Stipendium bewerben oder einen Studienkredit aufnehmen.

Stipendium

Stipendien sind nicht nur den Vorzeige-Top-Studenten und -Schülern vorbehalten, daher lohnt es sich auf jeden Fall nach einem für sich geeigneten Stipendium zu suchen, falls deine Noten nicht im Einser-Bereich liegen. Für ein Stipendium kannst du dich ganz einfach mit einer Bewerbung und einem Motivationsschreiben bewerben. Auch hier gilt: Mache dich in deinem eigenen Fachbereich schlau und informiere dich, welche Fördermöglichkeiten existieren. Neben den offiziellen Seiten der Stiftungen und Begabtenförderungswerke gibt es eine Stipendiendatenbank des Bundesbildungsministeriums. Wirst du von der jeweiligen Stiftung oder dem Unternehmen ausgewählt, erhältst du monatlich einen bestimmten Betrag plus eine Studienkostenpauschale und kannst dich so voll auf dein Studium konzentrieren und musst dir über Studienfinanzierung keine Gedanken machen. Für weitere Informationen zum Stipendium empfehlen wir den Artikel Stipendien – soll ich mich bewerben?

Studienkredit

Mit einem Studienkredit schließt du einen Kreditvertrag speziell für Studenten ab. Hierbei spielt dein Einkommen und dein Kontoguthaben keine besondere Rolle im Gegensatz zu einem Privatkredit. Solltest du einen Studienkredit abschließen, wird vorab ein Zinssatz und eine Laufzeit festgelegt. Die Auszahlung der Darlehenssumme erfolgt in der Regel monatlich. Während des Studienkredits kannst du auch einen Nebenjob ausüben, Stipendien oder BAföG beziehen. Beliebt ist der Studienkredit am Ende des Semesters, wenn aufgrund der Abschlussarbeit keine Zeit mehr für einen Nebenjob ist, oder wenn bereits die Regelstudienzeit überschritten ist und z. B. kein BAföG mehr erhalten wird. Den Studienkredit musst du allerdings zurückzahlen. Meist erfolgt dies in Raten. Die Höhe der Raten hängt dabei von deinem späteren Einkommen ab.